Integrative Medizin

Mitochondrien-Medizin

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Mitochondrien - Die Energie-Kraftwerke der Zellen

Wie funktioniert eigentlich die Energieversorgung unseres Körpers? Wo nimmt der Organismus seine Power her? Solange man sich gesund und leistungsfähig fühlt, beschäftigt die meisten Menschen diese Frage wenig oder gar nicht. Dass der Organismus funktioniert, ist selbstverständlich. Erst dann, wenn der Körper plötzlich nicht mehr so mitmacht wie gewohnt, wenn wir merken, dass irgendetwas nicht „stimmt“, gewinnt die Antwort auf diese Frage an Bedeutung.

Die sogenannte Mitochondrien-Medizin hat sich schon über viele Jahre damit beschäftigt, die Mechanismen der Energieversorgung des Organismus besser zu verstehen. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass bestimmte Zellbestandteile, die sogenannten Mitochondrien (gr. Mitos=Faden, Chondrion=Körnchen) für die Energieversorgung fundamentale Bedeutung haben. Diese kugel-oder röhren-förmigen Bausteine mit eigener Erbinformation sind in jeder Zelle vorhanden und für die Produktion des Powerstoffs ATP (Adenosintriphosphat) verantwortlich. Dieser sorgt für eine optimale Energieversorgung aller Organe. Besonders viele Mitochondrien befinden in Zellen mit hohem Energieverbrauch wie den Muskel-, Nerven – und Sinneszellen.

Wird in den Mitochondrien zu wenig ATP produziert, kommt es zu einem sogenannten „bioenergetischen Defizit“. Bestimmte Organe reagieren dann, weil die Energieversorgung nicht mehr ausreicht, mit Funktionsstörungen. Diese „Mitochondriopathie“ wird durch den Mangel an Mikronährstoffen, oxidativen Stress (Zellzerstörungen freie Radikale), Umweltgifte, Fehlernährung, Darmerkrankungen, chronische Entzündungen und Nebenwirkungen von Medikamenten begünstigt. Mittlerweile weiß man, dass bestimmte Erkrankungen wie Rheuma, Depression, Allergien, Neurodermitis ADHS, Parkinson und Alzheimer mit Beeinträchtigungen der Mitochondrienfunktion einher gehen. 

 

Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es, um die Fehlfunktionen in den Energiekraftwerken der Zellen zu beheben? Zum einen können wir selbst durch unseren Lebensstil eine Menge dafür tun, um die Arbeit der Mitochondrien zu unterstützen. Häufig ist aber eine Verhaltensänderung mit Verzicht auf Rauchen, andere Genussgifte, gesunde Ernährung und Reduzierung von Stress allein nicht ausreichend. Hier kann dann die Mitochondrien-Medizin durch eine spezielle Therapie unterstützend wirken. Dabei wird zunächst mittels spezieller Labortests die Mitchondrienfunktion geprüft, um mögliche Defizite exakt zu ermitteln. Nach einem individuellen Behandlungsplan wird der Organismus dann im Rahmen der anschließenden orthomolekularen Therapie mit hochdosierten Vitalstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren) versorgt. Ziel der Behandlung ist es, die Mitochondrienfunktion wiederherzustellen (Zellregeneration), damit die Organe wieder ausreichend mit ATP versorgt werden können.